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đŸŸ Kapitel 5 - mein erster Morgen

Im ersten Moment hab ich nicht gewusst, wo ich war. Im SHELTER jedenfalls nicht. Ich lag auf einer weichen Sternendecke. Moment! Sternendecke? Da ist es mir wieder eingefallen. Ich musste den Kopf nur ganz leicht heben und schon hab ich meinen Mamamensch gesehen. Direkt ĂŒber mir im Bett. Eins von den Katzen-Dingern war da auch.



Sofort hat mein Herz ganz wild gebumpert vor GlĂŒck. Ich war in meinem ZUHAUSE!

Mamamensch hat tief und fest geschlafen, aber das KATZEN-DING hat gemerkt, dass ich wach bin. Hat mich aus einem Augenschlitz streng angeguckt und mich dann wieder ignoriert.

Hach, mein erster Morgen in meinem ZUHAUSE. Lucalucaluca. Es war so schön ein Luca mit einem ZUHAUSE zu sein!

Ich hab gemerkt, dass ich Pipi musste. Und jetzt? Erstmal bin ich ganz leise aus dem Zimmer gehumpelt. Hab mich vorsichtig umgeguckt und ein paar Katzenklos gesehen. Sollte ich etwa dort? Nein, ich hab mich nicht getraut. Wer weiß, ob das den KATZEN-DINGERN recht gewesen wĂ€re? Also hab ich mich lieber wieder in den Flur gestellt.

Danach bin ich zurĂŒck ins Schlafzimmer. Jetzt hat Mamamensch die Augen aufgemacht und ĂŒbers ganze Gesicht gestrahlt: ‚Guten Morgen, Luca, mein Schatz.‘ Ich hab wie verrĂŒckt gewedelt und ihre Hand geleckt, und sie hat gelacht und mich geknuddelt und alles war einfach nur perfekt.

Sie ist dann aus dem Bett gesprungen und hat mir das Geschirr umgebunden, kurz ‚ach Luca‘ gesagt, als sie den See gesehen hat, und dann hat sie mich wieder durch diese TĂŒren und diese Stufen runter getragen.

Diesmal sind wir Menschen und auch ein paar Artgenossen begegnet. ZUHAUSE-HUNDEN, wie ich vermutet hab, und ich war jetzt einer von ihnen.

Wir haben wir uns gegenseitig beschnĂŒffelt und so schon mal die wichtigsten Informationen ausgetauscht. DafĂŒr haben ein paar von den ZUHAUSE- HUNDEN gegen die BĂ€ume gepinkelt. Je höher, desto besser. Was war ich froh, dass ich noch ein Welpe und zu jung zum Beinchen Heben war. Wer konnte schon wissen, ob ich das ĂŒberhaupt hinkriegen wĂŒrde? Ob ich jemals auf nur zwei Beinchen stehen könnte? Blamieren wollte ich mich ja auch nicht. Nun, das wĂŒrde ich rausfinden. Nicht jetzt. Irgendwann.

Ach, all diese EindrĂŒcke, die GerĂŒche, die GerĂ€usche. Und ĂŒberall lagen SchĂ€tze rum. Pizzareste, Pommes, SchĂ€lchen mit Resten von köstlich duftender Soße.


Einfach so, und sie schienen keinem zu gehören. Die ZUHAUSE-HUNDE jedenfalls haben keinen Anspruch drauf erhoben. Also hab ich mich getraut, hab mir was von der Pizza geschnappt und wollte mir den Geschmack gerade auf der Zunge zergehen lassen, da hat Mamamensch PFUI gebrĂŒllt, und ich hab meine schöne Beute vor Schreck fallen lassen. Da hat sie mir einen Leckerbissen, den sie in ihrer Jackentasche hatte, direkt in den Mund gesteckt? Das soll mal einer verstehen!?

Mammamensch hat mir erklĂ€rt, dass man MĂŒll nicht essen darf. Nie! MĂŒll? Diese Köstlichkeiten waren doch kein MĂŒll? Mit MĂŒll kenn ich mich schließlich aus, immerhin hat man mich mal MĂŒlltonne genannt.

Aber daran wollte ich gar nicht mehr denken, jetzt war ich ja Luca, der ZUHAUSE-HUND.

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