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đŸŸKapitel 25 - Momo

Wie aufregend! Wir haben schon wieder jemand Neues. Die KATZEN-DINGER sind gar nicht begeistert, denn der Neue, Momo, macht jede Menge Fehler. Weil er Angst hat und einfach nicht weiß, was mit ihm passiert und warum. Deshalb versteckt er sich auch oft.


Aber von vorn: Momo ist in meinem Alter, zwei Jahre vielleicht, und er hatte nur einen kurzen TRANSPORT. Er hat gar nicht weit von hier gelebt, nur da konnte er nicht bleiben, weil
ohje, das ist alles so kompliziert.

Also, Momo hatte als KITTEN, zusammen mit seiner Schwester, ein ZUHAUSE. Dann wurde seine Schwester krank und ist gegangen. Und es kam noch schlimmer. Seine Menschen sind umgezogen und haben ihn einfach zurĂŒckgelassen. Momo, der ZUHAUSE-KATER musste plötzlich mutterseelenallein in einem Reitstall unterkriechen. Da war es wenigstens halbwegs warm und trocken und es gab MĂ€use. Manchmal haben ihn die Menschen vom Reitstall sogar gefĂŒttert. Er kam klar, irgendwie. Bis er den schlimmen Unfall hatte. Wegen dem sollte der Tierarzt ihn tot machen. Weil das angeblich das Beste fĂŒr ihn wĂ€r. Hallo, geht’s noch?? Der Tierarzt hat das zum GlĂŒck nicht getan. Er hat heimlich eins seiner kaputten Beinchen bis zum Knie amputiert. An sich kein Weltuntergang, ich weiß, wovon ich rede. Jetzt war Momo eben ein BESONDERER. Blöd war aber, dass das andere Beinchen aus dem HĂŒftgelenk gerutscht war. Das hat man von außen nicht gesehen, aber es hat richtig, richtig weh

getan. Momo muss es trotzdem stÀndig belasten, weil das andere ja gar nicht mehr da ist. Er hat also dringend Hilfe gebraucht und niemand wollte sie ihm geben.

Jedenfalls, deshalb ist Momo jetzt bei uns. Weil es uns nicht stört, wenn jemand BESONDERS ist, und weil KATZEN-DINGER bei uns sowieso nur in der Wohnung leben. Und auf dem Balkon. Da sind sie sicher.

Momo kann das aber noch nicht glauben. Er kann noch nicht vertrauen, kein Wunder, nach allem, was ihm passiert ist. Er denkt, dass er sich verteidigen muss und deshalb greift er die anderen KATZEN-DINGER manchmal an. NatĂŒrlich mögen die ihn deshalb nicht. Ohje. Ich bin nicht so schnell beleidigt, ich fĂŒhle schließlich, dass er ein ganz, ganz weiches Herz hat. Mir tut es leid, dass er so verloren ist. Mamamensch tut es auch leid. Sie hofft, dass man Momos Beinchen zurĂŒck in die HĂŒfte schieben kann. Dazu muss er allerdings nochmal operiert werden. Das ist Mist, aber wenn ihm erstmal nichts mehr weh tut, kann er vielleicht spĂŒren, dass er hier wirklich in Sicherheit ist und lernt, friedlich in einem Rudel zu leben.


Bis dahin kĂŒmmere ich mich halt, so gut ich kann. Ich versuch, ihn zu trösten und ihm die Regeln zu erklĂ€ren. Oh Mann, da hab ich echt eine Aufgabe.

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