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đŸŸKapitel 6 - draußen


Oh, es gab sooo viel zu lernen! Zum GlĂŒck gibt es Kommandos, wenn man sich was nicht gleich merken kann. Mamamensch hat angefangen, mir ein paar von diesen Kommandos beizubringen.

MĂŒll war PFUI, und wenn er noch so lecker roch. Bei PFUI muss man ausspucken, was man gerade im Mund hat und bekommt dafĂŒr ein LECKERLI. Deshalb ist es gut, ganz oft in Sachen reinzubeißen, weil man die dann gegen LECKERLI tauschen kann. Wenn mal ein besonders verlockendes StĂŒckchen Pizza oder gar ein HĂŒhnerknochen rumliegt, muss man sich entscheiden, ob man auf das Kommando hört, oder lieber schnell runterschluckt. Dann bekommt man kein LECKERLI und wird geschimpft. Das ist halt Ermessensfrage. Glaube ich zumindest


FĂŒr Pipi und HĂ€ufchen gibt es kein Kommando, aber, mit GlĂŒck, ein LECKERLI wenn man es brav draußen erledigt, vorzugsweise auf dem Gras. Dann wird man gelobt und Mamamensch freut sich. Ich hab mir natĂŒrlich gleich angewöhnt, ihr diese Freude zu machen.

Schwieriger war schon das mit der Leine. An der ich nicht ziehen sollte. Musste ich aber doch!? Weil sie ja meistens zu kurz war, um dahin zu kommen, wo es interessant roch. Leider war da nichts zu machen. Mamamensch hat immer sofort LANGSAM gesagt und die Leine noch kĂŒrzer gehalten. Mist!

Wobei, grundsĂ€tzlich war diese Leine gar nicht verkehrt, denn so lange ich dran hing, bin ich seltener umgefallen. Bei uns im SHELTER gab es nur den Innenhof, da bin ich nie so weit gelaufen wie jetzt. Jetzt gingen wir GASSI und das mussten wir ĂŒben. KOMM MIT.

GASSI hat mir von Anfang an gefallen, ich hatte sogar den Verdacht, dass es noch viel mehr war, als nur das Gras vor unserem Haus? Hm, um das rauszufinden wĂŒrde ich viel essen mĂŒssen, Kraft bekommen und meine Muskeln trainieren. Oh ja, darauf hab ich mich gefreut.

Außer dem MĂŒll und dem Gras war draußen auch die Straße mit den Autos und das war STOP!. Dann musste ich warten, bis grad kein Auto vorbeifuhr. Danach SCHNELL, SCHNELL auf die andere Seite humpeln.

Komisch war, dass ich zwar keinen MĂŒll essen durfte, das Gras aber schon!? Wenn ich das genommen und brav wieder ausgespuckt hab, gab es kein LECKERLI zur Belohnung? Also hab ich es runtergeschluckt und immer weiter gegrast, und Mamamensch ist sogar mitgekommen, als ich eine Böschung runtergehumpelt bin.

So hab ich schließlich das Wasser gesehen. Das viele, viele Wasser! Wasser kannte ich natĂŒrlich im Napf und wenn es vom Himmel fiel und PfĂŒtzen machte. Aber das hier? Dieses Wasser war breiter als die Straße und es hat sich bewegt! Das war bestimmt gefĂ€hrlich! Nicht mal ich war neugierig genug, um mir das aus der NĂ€he anzuschauen. Vielleicht spĂ€ter mal. Wenn ich starke Muskeln hĂ€tte und im Notfall schnell weglaufen könnte.


Im Moment war es mir ganz recht, dass wir STOP! und SCHNELL, SCHNELL zurĂŒck ĂŒber die Straße sind, die Stufen hoch und durch die TĂŒren. ZurĂŒck in mein ZUHAUSE, wo es leckeren FrischkĂ€se mit Trockenfutter gab. Und dann, nach ein Nickerchen auf meinem Hundesofa, ging die Lernerei drinnen auch schon weiter.

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