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đŸŸKapitel 14 - AnhĂ€nger

Es war ein perfekter Tag. Ich hatte gut gegessen, hing gemĂŒtlich mit den KATZEN-DINGERN ab, und schließlich kam auch noch mein Milo-Freund zu Besuch, und wir machten uns fertig zum GASSI. Was war ich glĂŒcklich!


Und nun passierte das Grauenvolle.

Mamamensch trug mich durch die TĂŒren und die Stufen runter, wie immer, aber dann! Sie setzte mich nicht auf die Straße, sie setzte mich in einen KĂ€fig!! Einen KĂ€fig mit Rollen.

Was hatte ich falsch gemacht? Wohin wĂŒrde sie mich bringen? Warum wurde ich TRANSPORTIERT? Sollte ich etwa mein ZUHAUSE verlieren?




Der KĂ€fig begann, sich zu bewegen. Er war an einem Fahrrad befestigt, das hat Mamamensch den GASSI-Weg entlang gezogen. WARUM????

Mein Milo-Freund lief nebenher und hat LECKERLI durch einen Schlitz im KĂ€figdach geschmissen.

Aber die konnte ich doch nicht essen! Mir war schlecht, ich war starr vor Angst. Wie lange wĂŒrde ich diesmal in meinem GefĂ€ngnis ausharren mĂŒssen? WĂŒrde es wieder dunkel, hell, dunkel, hell werden? Ich musste die ganze Zeit dran denken, was die alte HĂŒndin im SHELTER zu mir gesagt hatte: dass es besser wĂ€r, erst gar kein ZUHAUSE zu haben. Weil man es verlieren konnte und sich dann ein Leben lang danach sehnen wĂŒrde. Ach, ich sehnte mich jetzt schon so sehr.

Ganz klein eingerollt kauerte ich in dem KĂ€fig und hab gar nicht reagiert, als wir anhielten. Erst als Mamamensch das Dach weggeklappt und zu mir reingeschaut hat, hab ich es gewagt, ganz vorsichtig den Kopf zu heben. Sie hat mich gestreichelt und gemeint, dass ich rauskommen kann.

Echt jetzt?

Waren wir schon da? Und wo eigentlich?

WÀhrend ich noch ganz verwirrt war, hat Mamamensch lockend an der LEINE geruckelt, und ich bin also raus aus dem GefÀngnis.

WOW!

Ich hab eine Wiese gesehen, eine große, große Wiese und das viele Wasser war auch da. Und fremde Menschen und Hunde und alle schienen einen Mordsspaß zu haben. Mamamensch hat meine LEINE gegen eine gaaanz lange getauscht, und mein Milo-Freund ist kreischend losgerannt, und ich hinterher.

Vergessen war der KĂ€fig, vergessen war die Angst, das hier war das Beste, was ich je erlebt hatte. Eine HUNDE-WIESE!


So viel Platz, so viele Stöckchen, so viele, neue Freunde, so viel zu riechen, ach ich war ganz außer mir. Ich hoppelte und kugelte und bellte und jetzt schmeckten mir auch die LECKERLIE wieder ganz ausgezeichnet.

Leider konnten wir nicht fĂŒr immer bleiben. Mamamensch hat mir versprochen, dass wir wiederkommen, aber erstmal mĂŒssten wir zurĂŒck ins ZUHAUSE. Und dafĂŒr sollte ich wieder in den KĂ€fig. Ich hab mich mit allen drei Pfoten gewehrt. Hab mich gewunden wie ein Fisch. Schließlich hat Mamamensch nachgegeben. Ich durfte, wieder an der kurzen LEINE, neben dem GefĂ€ngnis herlaufen. Mamamensch hĂ€tte im Leben nicht gedacht, dass ich den langen Weg schaffe. Ich ehrlich gesagt, auch nicht. Bin aber ĂŒber mich hinausgewachsen. Mann, war ich stolz auf mich. Und dankbar, dass ich doch nicht TRANSPORTIERT worden war. Dass ich einfach wieder in mein ZUHAUSE konnte.

Dort bin ich auf meinem Hundesofa schier zusammengebrochen, so erschöpft war ich. Hab grad noch mitbekommen, wie Mamamensch den KĂ€fig mitten ins Wohnzimmer gestellt hat. Damit ich mich dran gewöhne. Nein, dazu wĂŒrde es nicht kommen! Nie, nie wieder wĂŒrde ich da eine Pfote reinsetzen. Das stand fĂŒr mich fest. Dann fielen mir die Augen zu, und ich trĂ€umte von der HUNDE-WIESE. Meinem Paradies!

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